7 Tipps für den Urlaub mit Hund

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Wenn man seinen Urlaub mit Hund plant und ihn nicht stattdessen in eine Pension geben möchte, sollte die Reise gut geplant werden. Bei einem Urlaub mit Hund gibt es einige Dinge zu beachten, die bei einer Reise ohne Haustier nicht anfallen.

In diesem Beitrag haben wir Ihnen sieben Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Planung vereinfachen und den Urlaub für Mensch und Hund angenehmer machen.

Vor dem Urlaub

1. Das Reiseziel

Bei einem Urlaub mit Hund will auch das Reiseziel selbst gut überlegt sein. Einerseits gilt es die Entfernung zum Reiseziel zu berücksichtigen. Besonders weit entfernte Reiseziele mögen zwar für den Menschen besonders attraktiv sein, aber eine Reise dorthin kann für den Hund mitunter recht anstrengend sein. 

Andererseits sollte auch das vorherrschende Klima des Reiseziels Berücksichtigung in der Planung finden. Dies ist natürlich von Hunderasse zu Hunderasse verschieden, aber Kälte affine Rassen wie Bernhardiner oder Golden Retriever vertragen aller Voraussicht nach subtropisches Klima nicht besonders gut.

Golden Retriever im See mit Stöckchen im Mund

Zudem sollte auch die Verfügbarkeit von Unterkünften überprüft werden, in denen Hunde willkommen sind. Mitunter kann dies die Auswahl der möglichen Reiseziele bereits einschränken. Bei der Unterkunft sollten Sie die besonderen Bedürfnisse Ihres Hundes berücksichtigen. Für ältere Hunde sollte die Unterkunft nicht nur über mehrere Treppen erreichbar sein. Oft ist eine hundefreundliche Ferienwohnung eine gute Wahl, denn dort steht meist mehr Platz zur Verfügung, um Ihrem Hund eine Ruhezone einzurichten.

Im Zusammenhang mit der Auswahl des Reiseziels steht auch die Planung nach dem geeigneten Transportmittel. Mehr dazu erfahren Sie im zweiten Tipp.

2. Flugzeug, Zug, Schiff oder Auto - Das richtige Transportmittel

Sobald das Reiseziel gewählt ist, steht die Auswahl des Transportmittels an. Je nach Reiseziel beschränkt sich natürlich auch die Auswahl der zur Verfügung stehenden Transportmittel, deswegen ist es ratsam die mögliche Anreise bei der Wahl des Reiseziel zu bedenken. 

Flugzeug

Weit entfernte Reiseziele lassen sich womöglich nur mit dem Flugzeug erreichen und ein Flug zum Reiseziel ist für uns Menschen mitunter auch entspannend. Wir Menschen sitzen allerdings auch nicht im Frachtraum. Eine Anreise per Flugzeug ist für den Hund wahrscheinlich eine echte Tortur. Der Hund muss in einer speziellen Transportbox reisen, die während des Fluges in einem Frachtraum untergebracht ist. Diese sind oft nicht klimatisiert und durchlaufen größere Druckunterschiede als die Passagierkabine. 

Dazu kommen die ungewohnte Reise und Bewegungen, ohne eine vertraute Person in der Nähe. Für den Halter besteht auch nicht die Möglichkeit nach dem Rechten zu sehen. Eine Anreise per Flugzeug ist daher nicht ratsam, denn so beginnt der Urlaub mit Hund für den Vierbeiner mit großem Stress und hoher Anspannung.

Hund in Transportbox

Zug

Eine Fahrt mit dem Zug kann für den Hund genauso entspannend sein wie für die Besitzer auch, denn der Hund darf bei seiner Familie bleiben. Allerdings sind hier die Besonderheiten der Bahngesellschaften zu beachten und das gilt für alle beteiligten Bahngesellschaften (z. B. bei einer Fahrt ins Ausland).

Ab der Größe einer Hauskatze, dürfen Hunde bei der deutschen Bahn nicht in Transportboxen als Handgepäck mitgenommen werden. Stattdessen muss für den Hund ein gesondertes Ticket erworben werden. In der Regel kostet das die Hälfte eines regulären Tickets. Wichtig hierbei: Es herrscht Leinen- und Maulkorbpflicht (außer für kleine Hunde in Transportbehältern).
Die genauen Bestimmungen der deutschen Bahn finden Sie hier.

Mit dem Zug kann also verhältnismäßig einfach der Urlaub mit Hund geplant werden. Eventuelle nationale Besonderheiten sollten allerdings berücksichtigt werden, denn eventuell ist die Mitnahme von Hunden im Zielland ausgeschlossen (z. B. in Italien, siehe Link zur deutschen Bahn oben).

Schiff

Auch Hunde können seekrank werden! Vor einer längeren Reise empfiehlt es sich daher, mit dem Hund die eine oder andere kurze Fahrt zu testen, bevor die Kreuzfahrt gebucht wird.

Wird die Anreise mit dem Schiff in Erwägung gezogen, muss im Vorfeld geprüft werden, ob oder unter welchen Bedingungen der jeweilige Reeder Hunde an Bord erlaubt. Sind Hunde erlaubt, gilt die besonderen Vorschriften zu beachten. Besonders die Verrichtung von "kleinen und großen Geschäften" stellt die Besitzer und den Hund vor große Herausforderungen. 

Bei kurzen Fährverbindungen ist es zum Teil nicht gestattet, dass der Hund sich auf dem Schiff bewegt. Je nach Länge der Schiffsreise ist das Schiff aber eine ernsthafte Alternative für den Beginn des Urlaubs mit Hund.

Auto

Sofern der Hund an Autofahrten gewöhnt und sie auch gut verträgt, ist die Anreise mit dem Auto womöglich die stressfreieste Art in den Urlaub zu starten. Sie sind flexibel und können Ihre Anreise an die Bedürfnisse Ihres Hundes anpassen. Bei dieser Form der Reise kann der Hund die Fahrt in einer gewohnten Umgebung und im Beisein seiner Familie erleben. Das beugt übermäßigem Stress vor.

Das Futter kann auch zu den gewohnten Zeiten gegeben werden. Eventuell sollte man die Futtergabe etwas reduzieren, damit der Hund die Reise besser verträgt.

Hund im Auto

3. Die Einreisebestimmungen

Innerhalb der EU sind die Einreisebestimmungen weitest gehend vereinheitlicht. In den meisten EU-Mitgliedern reicht ein EU-Heimtierausweis aus. Der Heimtierausweis wird vom Tierarzt ausgestellt und er bescheinigt die Impfung gegen Tollwut. Die Impfung muss mindestens 21 Tage vor Einreise durchgeführt worden sein. Zudem enthält der Heimtierausweis auch Erkennungsmerkmale. Als Identifizierungsmerkmal wird nur noch der Mikrochip akzeptiert.

Einzelne EU-Staaten, wie z. B. Finnland und Irland, verlangen noch weitere Auflagen in Bezug auf Prophylaxe gegen Würmer und Zecken. Auskunft über die Einreisebestimmungen für Haustiere stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung. Es wird empfohlen die Bestimmungen während der Planungen zu überprüfen und noch einmal kurz vor Antritt der Reise.

Besonders bei Nicht-EU-Staaten ist die genaue Kontrolle und Recherche der Einreisebestimmungen wichtig, da sich die Bestimmungen sehr deutlich vom europäischen Standard unterscheiden können. 

4. Impfungen & Gefahren vor Ort

Vor dem gemeinsamen Urlaub von Hund und Mensch sollte auch der Tierarzt konsultiert werden. Der Tierarzt bietet kompetenten Rat, welche Impfungen und Prophylaxe für das Reiseziel anzuraten sind. In einigen Ländern grassieren mitunter exotische Krankheiten, welche man in den mittleren Breitengraden nicht gewohnt ist.

Der Tierarzt hilft bei der Auswahl und Versorgung mit geeigneter Vorsorge. Konsultieren Sie den Tierarzt frühzeitig, damit eine entsprechende Impfbehandlung noch durchgeführt werden kann.

Zusätzlich ist es ratsam, sich vor Reiseantritt mit dem Vermieter der Ferienwohnung oder dem Hotelbetreiber in Verbindung zu setzen, um sich über eventuelle lokale Gefahren zu erkundigen. Solche Informationen sind schnell eingeholt und vermeiden Probleme vor Ort. So wird der Urlaub für Mensch und Hund wesentlich entspannter.

Hundefutter

5. Das gewohnte Futter

Es sollte im Vorfeld geprüft werden, ob das gewohnte Futter auch im Reiseziel zur Verfügung steht. Im Zweifelsfall sollten Sie genug Futter mitnehmen, damit der Hund den gesamten Urlaub über mit seinem gewohnten Futter versorgt werden kann. 

 Je nach gewähltem Transportmittel ist das aber eventuell nicht möglich. Daher empfiehlt sich die Recherche vor Reiseantritt, welches Futter vor Ort erhältlich ist. Gegebenenfalls kann so eine allmähliche Futterumstellung vor Urlaubsbeginn durchgeführt werden, sofern das Futter auch zuhause erhältlich ist.

Spontane Futterumstellungen oder die Aufnahme von verdorbenen Lebensmitteln kann bei Hunden zu unspezifischen Durchfällen führen. Bei längeren Autofahrten oder im Urlaub kann das eine enorme Belastung für Hund und Mensch darstellen.

Eine Mittel gegen Durchfall gehört daher in jede Reiseapotheke. beaphar pro bietet hier die HealthCare Durchfalltabletten Reto an. Sie wirken stopfend und helfen bei unspezifischen Durchfällen schnell und zuverlässig.

Im Urlaub

6. Unterwegs im Auto

Die Fahrt sollte nach Möglichkeit so geplant werden, dass im Sommer die heißen Mittagsstunden nicht im Auto verbracht werden müssen. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten drohen auch weniger Staus - ein entspanntes Reisen mit Hund ist die Folge. 

Eine Pause alle zwei Stunden für die Aufnahme von frischem Wasser und um sich die Beine zu vertreten, tut nicht nur dem Hund gut, sondern auch dem Menschen am Steuer. Machen Sie eine kurze Pause und gehen Sie ein Stück mit Ihrem Hund. Dann kann der Hund sich erleichtern und der Mensch am Steuer bekommt ein wenig Bewegung und Sauerstoff.

Bieten Sie bei jedem Halt frisches Trinkwasser an. Wenn es Zeit für die gewohnte Fütterung ist, reduzieren Sie die Futtermenge, um der Reisekrankheit vorzubeugen. Einmal angekommen, können Sie Ihrem Hund die restliche Futterration anbieten und er kann sich nach Herzenslust satt essen.

Laufender Hund

7. Bestimmungen vor Ort

Erkundigen Sie sich beim Vermieter oder beim Hotelempfang nach lokalen Besonderheiten bei der Haltung von Hunden. Ortskundige Ratgeber haben vielleicht auch den einen oder anderen Tipp parat, welche Ausflugsziele mit Hunden besonders genossen werden können.

Erkundigen Sie sich vor dem Besuch eines Strandes oder eines anderen Ausflugsziel über die Bedingungen für Hunde. An Hundestränden können sich Hund und Mensch austoben und den gemeinsamen Urlaub besonders genießen.

Bitte beachten Sie auch die lokalen Bestimmungen für das Ausführe von Hunden. Teilweise werden hohe Strafen erhoben, wenn der Hund sein Geschäft an bestimmten Plätzen verrichtet.

Ein Urlaub mit dem geliebten Hund kann ein echtes Familienerlebnis werden, solange man sich gut vorbereitet. Ist das Reiseziel zu weit entfernt, der Reiseweg zu beschwerlich oder der Aufenthalt für den Hund zu gefährlich, bietet sich die Unterbringung bei Familie, Freunden oder in einer Hundepension an. 

Gerade bei Hundepensionen sollten Sie sich ein Bild vor Ort machen, bevor Sie Ihren geliebten Hund dort unterbringen.

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